Am Fachtag „Netzwerk ProBeweis – Vertrauliche Spurensicherung für Betroffene von Gewalt“ kamen Rechtsmediziner, Staatsanwälte und Pflegekräfte hiesiger Kliniken im Kreishaus zusammen, die allesamt professionell Beweise für Gewaltbetroffene sichern bzw. auswerten. Das dies nötig ist zeigt die Tatsache, dass im Zeitraum vom 01.01.22 bis 30.09.23 von über 7000 Verfahren in diesem Zusammenhang es leider bei über 5000 nicht zur Anklage kam. Ein Hauptgrund dafür sei die unzureichende Beweislage. Das Netzwerk ProBeweis bietet daher Hilfe und Unterstützung für Menschen an, die häusliche bzw. sexuelle Gewalt erfahren haben und dokumentiert Beweise erstmal unabhängig von einer Anzeige bei der Polizei, um auch später noch gegen den Verursacher vorzugehen. Zu dieser Auftaktveranstaltung der Aktionswochen gegen Gewalt nahmen auch die Mitglieder der SPD/UWG-Gruppe Jutta Olbricht (SPD), Ursula Möhr-Loos (SPD) und Matthias Pietsch (UWG) teil. Für ein mögliches späteres Gerichtsverfahren ist es wichtig, zeitnah Befunde und Spuren zu dokumentieren und zu sichern,“ erfahren die drei Mitglieder des Kreistages aus den Vorträgen und zeigen sich beeindruckt, welche Hilfestellungen bereits existieren, um auch später noch erfolgreich gegen einen Gewalttäter zu klagen. Anlaufstellen für unsere Region sei das Marienhospital sowie das städtische Klinikum.
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