Digitalisierung

 SPD/UWG-Gruppe fordert verbesserte Rahmenbedingungen bei der Großtagespflege

Der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen steigt stetig an. In vielen Kommunen kann dieser Bedarf allerdings nicht gedeckt werden. Doch für immer mehr Eltern ist eine qualifizierte und bedarfsgerechte Kinderbetreuung immens wichtig. Wie gut, dass es Tagesmütter und -väter gibt, die vielerorts diesen Fehlbedarf abdecken. Sie sind zum einen durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz mittlerweile unverzichtbar geworden, zum anderen entscheiden sich viele Eltern ganz bewusst für eine Betreuung im Rahmen einer Tagespflege, weil hier maßgeblich die Öffnungszeiten flexibler gehandhabt werden. Doch der eben beschriebene Stellenwert findet sich nicht in den gesetzten Rahmenbedingungen für die Tagespflegepersonen wieder. „Wir wissen die Arbeit der Tagesmütter- und väter sehr zu schätzen,“ betont Jutta Olbricht, Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie im Kreistag, „und wollten uns vor Ort einmal erklären lassen, wo der Schuh konkret drückt.“ Die Tagesmütter Yvonne Schröder und Kerstin Otte von den Großtagespflegeeinrichtungen Nimmerland und Bullerbü erläutern die Schwierigkeiten, mit denen sie alltäglich zu kämpfen haben: „Wir müssen für Miete und Neuanschaffungen selbst aufkommen und bekommen im Gegensatz zu den klassischen Kitas nichts ersetzt, wenn beispielsweise etwas kaputtgeht. Außerdem kommt es auch ohne Corona vor, dass die Summe der „erlaubten“ Fehltage gesprengt wird. Dann nämlich müssen wir die Vergütung für die in diesem Fall nichtgeleisteten Betreuungsstunden an den Landkreis zurückzahlen, obwohl wir für den Ausfall gar nicht verantwortlich sind. Des Weiteren gibt es im Landkreis Osnabrück leider keine ausreichende Vertretungsregelung für Tagespflegepersonen in Großtagespflegestellen.“ Helmut Tolsdorf, jugendhilfepolitischer Sprecher der SPD/UWG-Gruppe weist darauf hin, dass er im Zuge der letzten Anpassung der Satzung und der Regelungen zur Tagespflege im Landkreis Osnabrück Ende 2018 bereits die Notwendigkeit erkannt hat, die Tagesmütter und -väter mit guten Leistungen stärker zu fördern.

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