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 Christ-Schneider: Befürchtungen haben sich bestätigt. Doppelt so viele Frauen suchen in Corona-Zeiten Hilfe wegen häuslicher Gewalt

Durch die zurückliegenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kam es offensichtlich doch zu vermehrten Fällen häuslicher Gewalt. Dies geht aus einem NOZ-Artikel zum 20. August 2020 hervor. Demnach nahm die Frauenberatungsstelle in den Monaten März und April dreimal so viele Anrufe entgegen wie üblich. Laut der Mitarbeiterin Maria Meyer ein deutliches Zeichen dafür, dass viel mehr Frauen aktuell betroffen seien als sonst.
Noch während eines Fachgespräches Ende Juni mit der Vorsitzenden des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF), Jutta Brockhage, und der Fachdienstleiterin Soziales des Landkreises Osnabrück, Anja Fels, gaben diese noch Entwarnung: „In den ersten vier Monaten (Januar - April 2020) hat es im Vergleich zu 2019 in der Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS) keine Erhöhungen gegeben“, so Anja Fels damals. Die sozialpolitische Sprecherin der SPD/UWG-Gruppe, Anne Christ-Schneider, fühlt sich durch den aktuellen Presseartikel darin bestätigt, hier besonders sensibel zu sein. „Immer wieder werden wir auf die Situation der betroffenen Frauen hinweisen, daher werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass ausreichende finanzielle Hilfen auch aus dem Landkreis zur Verfügung gestellt werden. Auch unsere Forderung nach einem Frauenhaus im Südkreis hat nach diesen Entwicklungen nicht an Aktualität verloren.“

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