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 SPD/UWG-Gruppe nimmt Unterkünfte von Werkvertragsbeschäftigten unter die Lupe – Wie hoch ist das Corona-Risiko im Landkreis Osnabrück?

Um einschätzen zu können, wie viele Unternehmen im Landkreis Osnabrück mit Subunternehmen Werkverträge abgeschlossen haben und vor allem um zu wissen, wie viele Werkvertrags- und Saisonarbeitskräfte im Landkreis Osnabrück derzeit hier beschäftigt sind, hat die SPD/UWG-Gruppe eine Anfrage zum nächsten Gesundheitsausschuss, am 4. Juni, gestellt. „Uns interessiert vor allem, wie diese Beschäftigten untergebracht sind,“ erläutert Wilhelm Hunting, gesundheitspolitischer Sprecher der Gruppe, die Anfrage. Außerdem wolle man wissen, wie aktuell sichergestellt wird, dass die Hygienestandards gerade in den Unterkünften vor dem Hintergrund der Corona-Krise eingehalten werden.
Nach einer Häufung von Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben auch im Landkreis Osnabrück geraten die Arbeitsbedingungen von Subunternehmern und Sammelunterkünfte von Werkvertragsbeschäftigen in den Fokus der Öffentlichkeit. „Dass es in den Schlacht- und Zerlegebetrieben immer wieder zu Missständen kommt, darauf haben wir bereits seit langem hingewiesen“, betont Werner Lager, stellv. Vorsitzender der SPD/UWG-Gruppe im Kreistag. Daher sei der Vorstoß vom Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die Werkverträge und Leiharbeit in der Fleischindustrie zu verbieten, durchweg zu begrüßen. Das Schlachten und die Verarbeitung von Fleisch in Betrieben der Fleischwirtschaft soll demzufolge ab 1. Januar 2021 nur noch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zulässig sein. „Damit wären die Betriebe selbst für ihre Beschäftigten verantwortlich und damit auch für ihre auskömmliche Bezahlung, ihren Arbeitsschutz und eben auch für ihre vorschriftsmäßige Unterbringung“, beschreibt Werner Lager, gelernter Fleischermeister und Betriebsratsvorsitzender eines fleischverarbeitenden Unternehmens im Nordkreis, die Konsequenz aus der Gesetzesinitiative. „Mit unserer Anfrage zum Gesundheitsausschuss wollen wir der Frage ein Stück näherkommen, welche Folgen die Werkverträge vor dem Hintergrund der Corona-Krise tatsächlich für uns im Landkreis Osnabrück haben,“ schließt Lager.

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