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 Forderung nach echten, naturnahen Gewässerrandstreifen - SPD/UWG sehen sich bestätigt

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, Jürgen Lindemann, begrüßt das aktuell vereinbarte Maßnahmenpaket für den Natur-, Arten- und Gewässerschutz. „Der sogenannte Niedersächsische Weg ist endlich einmal ein großer Schritt in die richtige Richtung, um die Biodiversität und die Artenvielfalt zu verbessern und weiteren Raubbau an der Natur zu verhindern.“

„Die Vereinbarung, die von der Nds. Landesregierung und verschiedenen Akteuren der Landwirtschaft und des Naturschutzes unterzeichnet wurde, stützt unsere Forderung, echte und naturnahe Gewässerrandstreifen zu entwickeln, die wir zusammen mit der UWG mehrfach im Kreistag erhoben haben,“ betont Thomas Rehme, Vorsitzender der SPD/UWG-Gruppe im Kreistag. Dazu gehöre neben dem Ausbringungsverbot von Pflanzenbehandlungsmitteln auch das Verbot, in dem Gewässerrandstreifen Düngestoffe jeglicher Art auszubringen. „Nur so können wir einen intakten Biotopverbund über unsere zahlreichen Gewässer im Landkreis sicherstellen und dem Insektensterben entgegenwirken“, so die SPD-Kreistagsabgeordneten.

„Insbesondere freut es uns, dass geplant ist, neben der in Frage kommenden Schutzkategorie von Naturschutzgebieten zukünftig auch Landschaftsschutzgebiete und Landschaftsbestandteile in die Entschädigungsregelungen miteinzubeziehen. Bei gleichen Auflagen und Einschränkungen in FFH-Gebieten ist nach heutigem Recht nur eine Entschädigung in Naturschutzgebieten möglich. Das ist ungerecht und darauf haben wir schon im Rahmen der Nds. Koalitionsgespräche 2017 hingewiesen“, ergänzt Lindemann.

Da nun Klarheit über die landespolitische Zielsetzung herrscht, sollte die Landkreisverwaltung die FFH-Verordnung zur Düte nun endlich auf den Weg bringen. Außerdem sollte man in den bereits beschlossenen FFH-Schutzgebieten Gespräche mit den Landwirten führen, um die Verordnungen nachzubessern. Die vorgesehenen und aufwendigen Beprobungen von Gewässerrandstreifen in den FFH-Gebieten könnten dann entfallen und die dafür eingeplanten Finanzmittel den Landwirten als Entschädigung zusätzlich ausgezahlt werden, schlägt die Gruppe von SPD und UWG vor.




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