Bekanntermaßen steht der gesamte Gesundheitssektor vor großen Herausforderungen. Als Reaktion darauf präsentiert die Landkreisverwaltung nun im kommenden Fachausschuss für Gesundheit zwei Beschlussvorschläge, die sich auf Veränderungen von bereits existierenden Richtlinien beziehen. Mit der „Richtlinie zur Förderung der medizinischen Versorgung im Landkreis Osnabrück“ sollen ab dem 1. Juli auch Kinderärzte eine Fördermöglichkeit erhalten. Darüber hinaus können auch herausragende Maßnahmen mit einem besonderen Mehrwert für die gesundheitliche Versorgung förderfähig sein. Zum anderen geht es um Stipendien von Studierende der Humanmedizin. Diese sollen nun auch ab dem 1. Juli vergeben werden können, wenn das Studium an einer privaten Hochschulen im Inland abgeleistet wird. „Diese Erweiterung haben wir als SPD-Kreistagsfraktion übrigens seit Jahren gefordert,“ erinnert sich Monika Abendroth, gesundheitspolitische Sprecherin.
„Um die Gesundheitsversorgung langfristig und nachhaltig wirklich gestalten und sichern zu können, bedarf es weit mehr als die Anpassungen von Richtlinien“, ist Jutta Olbricht, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion überzeugt. Man könne nicht so lange warten, bis die sich im Aufbau befindende Medizinische Hochschule Wirkung zeige. „Da ist aktuell mehr Kreativität gefragt.“ Um medizinisches Personal in den Landkreis zu holen und auch zu halten, müssten verbesserte Rahmenbedingungen geschaffen werden, schlägt Olbricht vor und nennt in diesem Zusammenhang die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gute Kinderbetreuung und Schulen, bezahlbarer Wohnraum, Unterstützung bei bürokratischen Hürden und bei der Telemedizin.