Auf Einladung des Betriebsratsvorsitzenden des VW-Werks Osnabrück, Jürgen Placke, und des 1. Bevollmächtigten der IG Metall, Stephan Soldanski, wurde über die Zukunft des jetzigen VW-Standorts und die Perspektiven für die Beschäftigten informiert und diskutiert.

Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse der vorgeschalteten Verhandlungen und die geplante weitere Entwicklung des Werks. Demnach sollen das Land Niedersachsen und der israelische Investor Aurelius den Standort übernehmen und ihn in den kommenden Jahren zu einem Kompetenzzentrum für die Verteidigungsindustrie und andere weiterentwickeln.

„Für den Standort Osnabrück kann darin eine echte Zukunftschance liegen,“ zeigt sich Jutta Olbricht, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, optimistisch. Die geplante Neuausrichtung eröffnet die Möglichkeit, vorhandene industrielle Kompetenzen, qualifizierte Arbeitsplätze und das Know-how der Beschäftigten langfristig am Standort zu sichern und weiterzuentwickeln. Die Entscheidung für eine Übernahme und Neuausrichtung des Werks war angesichts der bestehenden Herausforderungen alternativlos. Umso wichtiger ist es nun, den eingeschlagenen Weg auch aus der Kommunalpolitik heraus gemeinsam konstruktiv zu begleiten und die Interessen der Beschäftigten dabei konsequent in den Mittelpunkt zu stellen. „Dafür braucht es nun den Schulterschluss von Politik, Arbeitnehmervertretungen, Unternehmen und dem Land Niedersachsen“, fordert Olbricht.