Um das Marienhospital in Ankum als Gesundheitsstandort zu erhalten, hat es in der Vergangenheit auf unterschiedlichen Ebenen zahlreiche Gespräche gegeben. „Besonders wichtig war dabei die kontinuierliche Abstimmung zwischen den Abgeordneten des Kreistages vor Ort und dem Sozialministerium des Landes Niedersachsen“, betont Jutta Olbricht, Vorsitzende der SPD/UWG-Gruppe im Kreistag. Mit den Kreistagsabgeordneten Werner Lager (SPD, Kettenkamp), Detert Brummer-Bange (UWG, Ankum) und dem SPD-Landtagsabgeordneten Guido Pott fand daraufhin auch ein Termin im Rathaus Ankum mit dem Bürgermeister, Klaus Menke, der Verwaltungsleitung der Niels-Stensen-Kliniken (NSK) und anderen kommunalpolitischen Vertreterinnen und Vertretern vor Ort statt.

Auch auf Grundlage dieses Gespräches ist der Beschlussvorschlag zum kommenden Kreisausschuss entstanden. Darin heißt es: Der Medizinische Versorgungszentren Niels-Stensen-Kliniken GmbH (MVZ) wird ein Betriebskostenzuschuss für den Betrieb des MVZ am Standort Ankum in Höhe von 300.000 € gewährt. Die Förderung soll mit der Verstetigung der fachärztlichen Versorgung durch das MVZ in Ankum zur nachhaltigen Stärkung der ambulanten Versorgung verknüpft werden.

„Damit kommen wir dem Ziel näher, den Weiterbetrieb als Krankenhaus sicherzustellen und den Standort als moderne Gesundheitseinrichtung zukunftsfähig zu gestalten,“ sind sich Werner Lager und Detert Brummer-Bange einig.

Das RGZ Ankum ist im April 2023 als Modellprojekt des Landes Niedersachsen gestartet. Es soll ein ambulantes ärztliches Angebot mit einer stationären Grundversorgung, dem MVZ, an einem Standort vereinen. „Nach den Vorstellungen des Landes Niedersachsen soll das RGZ nach Möglichkeit in ein Sektorenübergreifendes Versorgungszentrum (SüV) umgewandelt werden“, erläutert Lager. Allerdings werde eine „kommunale Beteiligung“ nach Mitteilung des niedersächsischen Gesundheitsministers Dr. Andreas Philippi als „unverzichtbar“ angesehen.

Sollte am kommenden Montag der Kreisausschuss dem Beschlussvorschlag folgen, ist nicht nur der Grundstein für einen Weiterbetrieb des Krankenhauses gelegt, sondern auch die Weiterentwicklung und damit die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitsstandorten in Ankum gesichert.