Im Rahmen einer Arbeitskreissitzung Gesundheit hat sich die SPD/UWG-Gruppe vor Ort über die vielfältigen Unterstützungsangebote für Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind, und deren Angehörige informiert. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Arbeit des multiprofessionellen Teams, die regionale Versorgung sowie insbesondere die Angebote für Kinder und Jugendliche.
Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle besteht bereits seit 40 Jahren und wird von der Osnabrücker Krebsstiftung getragen. Zum regionalen Angebot gehören die Außenstellen in Melle, Bramsche, Dissen und Vechta. Rund 38 Prozent der Ratsuchenden kommen aus dem Landkreis Osnabrück. Durch Kooperationsverträge mit den umliegenden Kliniken ist die Beratungsstelle eng in die regionale Versorgung eingebunden.
„Eine Krebserkrankung verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Familien oft von einem Tag auf den anderen. Umso wichtiger ist es, dass Menschen in dieser schwierigen Situation schnell und unkompliziert Unterstützung bekommen“, betonte Jutta Olbricht, Vorsitzende der SPD/UWG-Gruppe und Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie im Kreistag. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von Kijuba, dem speziellen Begleitangebot für Kinder und Jugendliche, deren Eltern oder Angehörige an Krebs erkrankt sind. „Gerade Kinder und Jugendliche dürfen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein gelassen werden.“
Nicole Heckerodt, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Leiterin der Beratungsstelle, erläuterte die unterschiedlichen Aufgabenbereiche. „Wir haben immer ein offenes Ohr“, erklärte Heckerodt. Das Angebot reicht von psychoonkologischen Gesprächen über Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen bis hin zu konkreten Lösungshilfen für alltägliche Herausforderungen. Darüber hinaus vermittelt die Beratungsstelle passende Angebote wie Kurse, Ernährungsberatung, Sportangebote oder Selbsthilfegruppen.
Ein wichtiges Anliegen ist dabei eine zeitnahe Unterstützung: Ein Beratungstermin wird spätestens innerhalb von zehn Tagen angeboten. Die Beratung ist für die Ratsuchenden kostenfrei.
Finanziert wird die Arbeit zu rund 85 Prozent durch die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und zu 15 Prozent durch das Land Niedersachsen. Darüber hinaus ist die Beratungsstelle auf Spenden angewiesen, insbesondere um zusätzliche Angebote und Unterstützungsleistungen ermöglichen zu können.
„Die Arbeit der Psychosozialen Krebsberatungsstelle zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine ganzheitliche Unterstützung neben der medizinischen Behandlung ist“, so Monika Abendroth, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD/UWG-Gruppe im Kreistag, abschließend.