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 SPD/UWG-Gruppe: Personalkürzungen im sozialen Bereich nicht hinnehmbar

Mit der Verabschiedung des Haushaltes 2021 wird auch der Stellenplan des Landkreises Osnabrück beschlossen. Doch mit den darin enthaltenen Stellenkürzungen gerade im sozialen Bereich ist die SPD/UWG-Gruppe ganz und gar nicht einverstanden. „Konkret geht es um Personalstellen bei der Kriminalprävention und bei der Wohnberatung“, zählt Anne Christ-Schneider, sozialpolitische Sprecherin der SPD/UWG-Gruppe, auf. Sinnvolle Projekte seien im Rahmen der Kriminalprävention bislang gefördert worden. Gerade das in Schulen durchgeführte Angebot „Mein Körper gehört mir“ läuft seit Jahren sehr erfolgreich. Viele Schülerinnen und Schüler konnten dadurch sensibilisiert werden, sexuelle Übergriffe frühzeitig zu erkennen, sich entsprechend zu verhalten und sich helfen zu lassen. „Die in diesem Zusammenhang stehenden Personalstellen zu streichen, kommt zu einem völlig falschen Zeitpunkt“, so Christ-Schneider, „dem können wir so nicht zustimmen. Auch der Stellenabbau im Bereich der Wohnberatung während des derzeitig angespannten Wohnungsmarktes kommt zur Unzeit“, erklärt Christ-Schneider. Beratungsangebote seien mehr denn je gefragt, um barrierefreie Wohnungen an Senioren und Menschen mit Behinderungen zu vermitteln oder alternative Wohnformen aufzuzeigen.
Annegret Mielke, die aus Melle stammende Vertreterin im Sozialausschuss, zeigt sich irritiert darüber, dass zudem eine Stelle wegfallen soll, die erst im vergangenen Jahr etabliert wurde: „Wir haben für die Außenstelle des Pflegestützpunktes in Melle lange gerungen. Dass diese nun doch nicht kommen soll, darüber bin ich sehr enttäuscht.“
Ein Antrag, der die Forderung beinhaltet, diese Stellenkürzungen wieder zurückzunehmen, wurde jetzt von der SPD/UWG-Gruppe auf den Weg gebracht. „Personalkürzungen im sozialen Bereich können wir nicht hinnehmen“, schließt Christ-Schneider.

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