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 SPD/UWG-Gruppe zum Thema Auswirkungen der Pläne von Tönnies auf die Nordkreis-Kommunen zu Besuch in der Samtgemeinde Artland

Anlass des Besuches in der Samtgemeinde Artland waren die aktuellen Diskussionen um die Auswirkungen der Inbetriebnahme des Rinderschlachthofs der Firma Tönnies sowie die Wohnraumsuche der Werkvertragsbeschäftigten für den Schlachtbetrieb Tönnies in Badbergen. Gruppenvorsitzender Thomas Rehme und der örtliche Kreistagsabgeordnete Jürgen Lindemann freuten sich besonders darüber, zu dieser Gruppensitzung den Samtgemeindebürgermeister Claus-Peter Poppe, die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Menslage, Doris Schmidt, den Bürgermeister der Gemeinde Nortrup, Karl-Heinz Budke, den SPD-Fraktionsvorsitzenden der Gemeinde Badbergen, Michael Szymanski und den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Uwe Desing aus Badbergen begrüßen zu dürfen.
In seinem Begrüßungsstatement ging der Samtgemeindebürgermeister Claus-Peter Poppe u.a. auf die soziale Herausforderung bei der Aufnahme von Menschen aus anderen Ländern ein. „Hier habe die Stadt Quakenbrück und die Samtgemeinde Artland schon langjährige Erfahrung gesammelt“, so Poppe. Intensiv wurden die aktuellen kommunalpolitischen Themen Wohnraum für die Werkvertragsbeschäftigten aus Rumänien und Bulgarien diskutiert. Bürgermeisterin Doris Schmidt machte deutlich, dass es für eine kleine Gemeinde wie Menslage ein Problem darstelle, wenn eine große Zahl von Werksvertragsbeschäftigten konzentriert im Dorfmittelpunkt untergebracht werden sollen. Zurzeit werden die Arbeitnehmer aus Rheda-Wiedenbrück nach Badbergen zur Arbeit gefahren, es wird aber vor Ort intensiv nach geeigneten Wohnraum gesucht.
„Damit es nach der riesigen Infektionswelle in Rheda-Wiedenbrück nicht auch zu massiven Corona-Fällen in Badbergen kommt, wurden sehr weitreichende Hygienemaßnahmen im Betrieb, in den Unterkünften der Beschäftigten und bei der Eingliederung neuer Mitarbeiter festgeschrieben. So konnte auch die Infektion eines künftigen Mitarbeiters so rechtzeitig entdeckt werden, dass sie nicht auf andere Personen übergreifen konnte.
Auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit geben kann, müssen wir diesen Weg konsequent weitergehen“, erklärt Kreisrat Dr. Winfried Wilkens.
Als sehr schwierig bezeichneten die anwesenden Bürgermeister-/in die Diskussion in den Gemeinden, da sehr viele Vorbehalte gegenüber der Firma Tönnies das Klima vor Ort verschärfe.
Sowohl die anwesenden Kreistagsabgeordneten der SPD/UWG-Gruppe als auch die Gäste waren sich darin einig, dass es zum Schutz von Werkvertragsbeschäftigten wichtig sei, ein vernünftiges und transparentes Wohnraumkonzept von der Firma Tönnies zu verlangen, um angemessene Wohnverhältnisse gewährleisten zu können. „Ebenso sei es wichtig, dass der Gesetzgeber den Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben durch das Gewerbeaufsichtsamt und das Zollamt stärker kontrolliert“, fordert Werner Lager, SPD-Kreisvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. „Zur sozialen Verantwortung der Arbeitgeber gehört es aber auch, Tarifverträge abzuschließen und Betriebsräte zuzulassen“, betont Lager.

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