Digitalisierung

 â€žLernen zu Hause“ trotz schrittweiser Wiedereröffnung der Schulen

Frank Stiller, Vorsitzender des Bildungsausschusses und Erwin Schröder, bildungspolitischer Sprecher der SPD/UWG - Gruppe im Kreistag, begrüßen ausdrücklich die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen. Ab dem 27. April 2020 werden auch im Landkreis nach und nach Schulen wieder in Betrieb genommen. Zunächst werden die Abschlussklassen in den Präsenzunterricht zurückkommen. Dadurch wird gewährleistet, dass Abitur- und Abschlussprüfungen rechtzeitig absolviert werden können. Ab dem 4. Mai starten dann die vierten Klassen des Primarbereiches mit einem umschichtigen Verfahren. Zwei Wochen später folgen die 3. Klassen. Dieser Zweiwochenrhythmus gibt den Schulen die Möglichkeit, in verschiedenen Varianten die Anwesenheit mit der jeweiligen halben Lerngruppe durchzuführen, um so die notwendige räumliche Distanz zwischen den Schülerinnen und Schülern zu gewährleisten. Für Schulkinder, Lehrer und Schulträger wird es eine große Herausforderung, die Verbreitung der Coronaviren durch vorbeugende Maßnahmen zu verhindern und gleichzeitig die Bildungsziele des Jahrgangs zu erreichen. „Die Idee, Schulen, Lehrkräfte und Schülerbeförderung durch kleinere Lerngruppen zu entlasten, ist durchaus sinnvoll, erfordert aber weiterhin die Betreuung der zu Hause bleibenden Schülerinnen und Schüler. Normalität ist das eben noch nicht .., “ so Frank Stiller. Niemand sollte die Erwartung haben, dass bis zu den Sommerferien wieder regulärer Unterricht stattfindet. Alle Jahrgänge, die nicht oder nicht vollständig in der Schule sind, werden von den Lehrkräften für das „Lernen zu Hause“ mit Aufgaben versorgt. Leider sind Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum aufgrund der noch nicht flächendeckenden Breitbandversorgung bei der digitalen Aufgabenstellung benachteiligt. „Noch immer gibt es im Landkreis Osnabrück die sogenannten weißen Flecken, also die Gebiete ohne Internetzugang oder unzureichenden Internetempfang“. Hier werde es für die Schülerinnen und Schüler schwierig sein, ihre Aufgaben zu erhalten, zu bearbeiten und dann auch entsprechend von den Lehrkräften überprüfen zu lassen. „Die Versäumnisse in der Breitbandversorgung werden an dieser Stelle mehr als offensichtlich“, kritisiert Erwin Schröder. Die Planungen des Landkreises Osnabrück sehen vor, dass spätestens im Jahr 2025 alle Haushalte und Wirtschaftsbetriebe mit Glasfaser erschlossen sein werden. Schon in den letzten Wochen haben sich die Schwächen im Netz durch Homeoffice etc. gezeigt. Hier herrscht nach wie vor Handlungsbedarf.
Insgesamt stehen Schulleitungen, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte an den Schulen vor einer großen Herausforderung, die aber viel Raum für Kreativität und Innovation lässt. Ein erheblicher Schub in Richtung digitales Lernen ist zu erwarten.

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