Digitalisierung

 SPD/UWG-Gruppe macht die schwierige Betreuungssituation der Seniorinnen und Senioren zum Thema

Auch in Zeiten von Corona muss die kommunalpolitische Arbeit weitergehen. Aber statt klassischer Fraktions- bzw. Gruppensitzungen im Kreishaus durchzuführen, nutzt die SPD/UWG-Gruppe die Möglichkeit der Telefonkonferenz. Bei der zweiten in dieser Art wurde neben der Vorbereitung der Kreisausschusssitzung auch über notwendige Verbesserungen der Betreuungssituation für Seniorinnen und Senioren diskutiert. „Für diejenigen, die noch in den eigenen vier Wänden wohnen, ist kaum Besuch mehr erlaubt. Die in vielen Fällen genutzte Tagespflege ist zudem weggefallen“, schildert Monika Abendroth, Mitglied der SPD/UWG-Gruppe eine ihr persönlich bekannte Problematik und fügt ihre Bedenken in diesem Zusammenhang hinzu: „Ich finde diese Situation unerträglich. Wir können ja die alten Menschen nicht wochen- oder monatelang isolieren.“ Auch die pflegebedürftigen Menschen in den Alten- und Seniorenheimen dürfen aufgrund der Corona-Krise kaum noch Besuch empfangen. „Das Pflegepersonal, das hier großartige Arbeit leistet, ist mehr denn je gefragt. Es muss nicht nur die nötige Pflege und Versorgung gewährleiten, sondern auch noch möglichst die Betreuung aufzufangen, die bislang die Angehörigen geleistet haben. Das ist eine sehr große Herausforderung, das müssen wir im Blick haben“, fordert Thomas Rehme, Vorsitzender der SPD/UWG-Gruppe im Kreistag. Um der Fürsorgeplicht auch in diesem Bereich nachzukommen, will Anne Christ-Schneider, sozialpolitische Sprecherin der SPD/UWG-Gruppe, für ein Konzept für eine Art Notbetreuung einsetzen. Parallel zu Maßnahmen, die den Hygienestandards in Alten- und Pflegeheimen erhöhen sollten, müsste die Betreuung der Seniorinnen und Senioren dringend optimiert werden. „Dabei müssen wir das Pflegepersonal unterstützen“.

Anfang ]       [ Zurück ]       [ Aktuell ]