Exkursion der SPD-Kreistagsfraktion am Silberberg (FFH) in Hagen a. T. W.

 SPD für echten Gewässerrandstreifen von 5 Metern

„Um die biologische Vielfalt zu fördern und vielen Insekten, Vögeln und Kleintieren einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum zu sichern, beantragen wir einen Gewässerrandstreifen von mindestens fünf Metern“, so der umweltpolitische Sprecher der SPD/UWG-Gruppe Jürgen Lindemann während der vergangenen Sitzung im Kreistag. Fachleute aus Politik und Wissenschaft geben ihm da Recht: Sowohl Vertreter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Biologen vom Helmholz-Zentrum für Umweltforschung als auch Experten aus verschiedenen Ministerien sprechen sich alle für einen fünf Meter breiten Gewässerrandstreifen aus. Darüber hinaus sei sowohl das geplante Aktionsprogramm „Insektenschutz“ der Bundesregierung also auch die Absichtserklärung der Landesregierung, die düngerechtlichen Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat zu verschärfen, Indizien dafür, sich nun für fünf Meter breite Randstreifen einzusetzen. Weiterhin an 1-Meter-Schutzstreifen festzuhalten wie aktuell bei der Ausweisung des FFH-Gebietes „Bäche im Artland“ sei das falsche Signal, kritisiert Thomas Rehme, Vorsitzender der SPD/UWG-Gruppe. „Zum Schutz von Pflanzen und Tieren muss auch in Zukunft beispielsweise bei der Düte ein echter fünf Meter breiter Gewässerrandstreifen gelten.“ Parallel dazu hat der Kreistag beschlossen, möglichst viele geeignete Gewässerrandstreifen im Landkreis zu erwerben und dadurch dauerhaft aus der landwirtschaftlichen Nutzung herauszunehmen.

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